Klasse 5/1 erkämpft sich als stärkste Gemeinschaft den Wanderpokal

Teamduelle am Herder-Gymnasium setzen Jahrgangsprojekt erstmals um

Was Kikaninchen, Maus und Co. schon lange vermitteln, pädagogische und literarische Texte aufnehmen, der Nordhäuser Oberbürgermeister Kai Buchmann in seinen Neujahrsgrüßen 2018 deutlich betonte und der bedeutende Hirnforscher Deutschlands, Gerald Hüther, entschieden vertritt, ist nicht neu, für die gesellschaftliche Entwicklung aber bedeutsam: Gemeinsam sind wir stark/stärker. Hüther ist davon überzeugt, dass der Mensch, egal welchen Alters, seine Potenziale nur in der Gemeinschaft mit anderen entfalten kann. Zahlreiche Bewerbungstests für Ausbildung, Studium und Job unterstützen diese These – das Wissen allein entscheidet schon lange nicht mehr über eine Zu- oder Absage. Vielmehr spielt die Teamfähigkeit und damit die Sozialkompetenz eine gewichtige Rolle.

Englisch-Quizz - auch hier nur im Team erfolgreich

Dem sind sich auch die Lehrkräfte am Herder-Gymnasium bewusst. Gerade die zunehmende Individualisierung der Schülerinnen und Schüler erweist sich dabei nicht immer als hilfreich. Eine Arbeitsgruppe erarbeitet daher seit Januar des Jahres ein Projekt, das fortan auch zu einem Höhepunkt im Schuljahr der Klassenstufe 5 werden soll. Die Idee ist simpel: Ein Wettstreit, der eine Möglichkeit zur Stärkung der sozialen Fähigkeiten bietet. Entstanden ist das Projekt „Gemeinsam sind wir stark“, bei dem kleine Teams nur durch gemeinsame Anstrengung an verschiedenen Stationen Punkte für die Klasse sammeln können.

 

Englisch-Quizz mit Spaßfaktor

Jetzt fand das Konzept erstmals eine Umsetzung. Unterstützt durch die Beratungslehrerin Kerstin Wünsche, Lehrkräfte, Schüler der Klassenstufe 11 sowie der DRK-Gruppe des Gymnasiums waren dabei drei Stationen zu bewältigen. So war aus zehn Blatt Papier ein möglichst hoher und freistehender Turm nur unter Zuhilfenahme von Kleber oder Büroklammern) zu bauen. Eher sportlich ging es in der Sporthalle zu, denn hier jagten die Schüler einem Schatz nach, der sich auf einer Insel befand, die mittels Stühlen erreicht werden musste, ohne ins Meer zu fallen. Anschließend mussten sie gemeinsam versuchen, den hoch hängenden Schatz mittels einer Menschenpyramide zu erreichen. Spaß und Kreativität waren an der English-Station gefragt, denn hier war es das Ziel, nach dem Hören eines Raps selbst gemeinsam eine Strophe zu schreiben und diese zu präsentieren.

So sehen die Sieger aus - Klasse 5-1 mit ihrer Klassenlehrerin Anja Mokosch

Geführt durch Elftklässler standen den Teams an jeder Station 25 Minuten Arbeitszeit zur Verfügung. Ausgewertet wurde mittels Selbst- und Fremdeinschätzung sowohl das Problemlösen (von der Analyse bis zur Ausführung bzw. dem Ergebnis) als auch die Sozialkompetenz. Letzteres umfasste die Kommunikation der Teilnehmer, die Einbringung des Einzelnen, die Kompromissbereitschaft und der Umgang mit eventuellen Misserfolgen. So konnten an jeder Abteilung maximal 20 Punkte erreicht werden.         
Mit 206 von 240 möglichen Bewertungseinheiten errang die Klasse 5/1 die höchste Punktzahl und konnte den durch den Schulförderverein gestifteten und finanzierten Wanderpokal von Schulleiter Wilhelm König entgegennehmen.     
Mit Stolz präsentierten sie sich als Gestalter, die in der Gemeinschaft (fünf Teams) ihr Potenzial entfalten konnten und als Gruppe im Sinne Harry Potters gewachsen sind: Lasst es uns wagen. Lasst uns mutig sein. Lasst es uns zusammen schaffen (aus Harry Potter und der Feuerkelch). Bis zum nächsten Jahr schmückt der Pokal nun das Klassenzimmer, ehe die nächsten Fünftklässler darum wetteifern werden.

Warten auf die Auswertung bzw. Siegerehrung

Beim Flussdurchqueren war Teamwork gefragt

Darum wurde gekämpft

[Heike Roeder]